Vorträge im Lindenhof

An LBV-Veranstaltungen in Innenräumen dürfen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 nur Geimpfte oder Genesene teilnehmen, sowie Personen, die einen von geschultem Personal vorgenommenen, negativen Coronavirus- (SARS-CoV-2-) Test vorlegen können. Dieser darf maximal 24 Stunden (Antigen-Test) bzw. 48 Stunden (PCR-Test) alt sein. Außerdem muss eine medizinische Maske getragen werden, wenn ein Abstand von 1,5m nicht eingehalten werden kann. Die Einhaltung der 3G-Regeln muss vom Betreiber kontrolliert werden. Gäste und Besucher sowie Betreiber, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Monatsversammlung der LBV-Kreisgruppe Bayreuth

Biologische Vielfalt auf allen Ebenen

Die Biodiversitätswand im Museum für Naturkunde, Berlin  (Foto: W. Schulze)
Biodiversitätswand Berlin (Foto: W. Schulze)

Freitag, 01.10.2021, 19:30 Uhr

Referent: Dr. Oliver Hawlitschek 
Biologe am Centrum für Naturkunde, Hamburg

 

 Die biologische Vielfalt unseres Planeten befindet sich allen Schutzbemühungen zum Trotz in einer Krise. Die meisten Menschen denken bei dieser Vielfalt oder Biodiversität zuerst an Arten von Tieren oder Pflanzen. Dabei ist oft gar nicht klar, wie eine biologische Art definiert ist oder welche Organismen ihr angehören. Die Ebene der Arten ist jedoch nur eine von vielen Ebenen der biologischen Vielfalt. Sie fängt bei der genetischen Diversität innerhalb einer Art, Population oder sogar eines Individuums an und reicht bis zur Vielfalt an Ökosystemen, die ihrerseits auf den höchst komplexen Wechselwirkungen vielfältigster Komponenten beruhen. Der Schutz unserer Biodiversität kann nur wirksam sein, wenn er all diese Ebenen berücksichtigt.

letzte Vorträge:

Bhutan – Glück als Staatsziel und Sikkim – dem Himmel so nah

Schneebedeckter Berggipfel in Bhutan  (Foto:  A.v.Heßberg)
Bhutan (Foto: A. v. Heßberg)

Dienstag, 14.09.2021, 19:30 Uhr

Referent: Dr. Andreas von Heßberg 
(LBV-Kreisgruppe Bayreuth)

 

 

Das Königreich Bhutan und das ehemalige Königreich Sikkim, im östlichen Himalaya gelegen, sind auf der touristischen Weltkarte schon lange keine weißen, unbekannten Flecken mehr, vielleicht etwas exotisch. Beiden Ländern ist gemeinsam, dass sich hier der seit vielen Jahrhunderten ausgeübte Buddhismus relativ ungestört von der zerstörerischen Kraft der westlichen Kultur oder der chinesischen Unterdrückung entwickelt hat. Diese beiden Länder zu bereisen ist mit einigen Hindernissen behaftet. Als Tourist darf man Sikkim nur mit einem speziellen Permit betreten. Bhutan darf man nur mit einer Einladung durch eine bhutanische Reiseagentur und der Vorabzahlung des gesamten Reisepreises betreten. Individualtourismus ist besonders in Bhutan unbekannt. Dem Bayreuther Abenteurer und Buchautor Andreas von Heßberg ist das Glück beschieden gewesen, das Himalaya-Königreich alleine und auf eigene Faust erkunden zu dürfen. So konnte er das gesamte Land (so groß wie Baden-Württemberg) sehr viel besser entdecken. Eine Traumsituation für einen Reisejournalisten, in einem Land voller grandioser Naturlandschaften, faszinierender Geheimnisse und strenger traditioneller Kulturen. In Sikkim konnte der Abenteurer viele buddhistische Klöster und Tempel besuchen, an Ritualen und Festen teilnehmen, aber auch die atemberaubende Bergwelt des Kangchendzönga-Nationalparks erwandern. Allein wegen der Rhododendron-Blüte ist Sikkim eine Reise wert.

Streuobstwiesen – Paradiese vor der Haustüre

Blühende Streuobstwiese  (Foto:  Thomas Staab – LBV-Bildarchiv)
Streuobstwiese (Th. Staab – LBV-Bildarchiv)

Dienstag, 04.05.2021, 19:30 Uhr

Referent: Christine Schmidt 
(Landschaftspflegeverband Weidenberg und Umgebung e.V.)

Zoom-Vortrag: Zoom-Meeting beitreten: https://us06web.zoom.us/j/83023361068

Meeting-ID: 830 2336 1068

 

Blühende Obstbäume, bunte Wiesen, saftige Äpfel und Birnen – so präsentieren sich Streuobstwiesen im Lauf der Jahreszeiten. Sie sind ein vielfältiger Lebensraum, der nur durch das Miteinander von Mensch und Natur in seiner Schönheit besteht. Baumschnitt, Wiesenmahd und Ernte auf der einen Seite – auf der anderen Bestäubung von Bäumen und Kräutern, Vogelbruten und Fledermausquartiere in Asthöhlen, Insekten und Kleinsäuger in den Wiesen als Nahrung für Beutegreifer.

Heute gehören Streuobstwiesen zu den bedrohten Biotopen Mitteleuropas. Sie sind unverzichtbares, europäisches Kulturgut und keineswegs ein landwirtschaftliches Auslaufmodell. Für eine nachhaltige Zukunft mit regionalen, gesunden Lebensmitteln und einer intakten Landschaft brauchen sie unseren Schutz.

Vortrag: Galápagos - ein Archipel im Wandel - verschoben!

Der für den 11.5.21 geplante Vortrag von Anna Walentowitz wird verschoben. Ein Termin steht derzeit noch nicht fest!

Die ikonischen Bilder von Riesenschildkröten, Meeresechsen und Darwinfinken kommen vielen von uns sofort in den Sinn, wenn der Name „Galápagos“ fällt. Kaum ein anderes Archipel hat weltweit eine solche Berühmtheit für seine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt erlangt, die schon Darwin zu seiner Zeit in den Bann gezogen hat. Die Besiedlung der Inseln durch den Menschen und zunehmender Tourismus haben jedoch in den letzten Jahrzehnten zu einem starken Wandel geführt, zu dem auch die Ausbreitung von invasiven Arten gehört. Das Zusammenspiel von Naturschutz und Forschung ist essenziell, um diesen Wandel zu verstehen und den Schutz der einzigartigen Natur der Galápagosinseln zu ermöglichen.

 

Termin: verschoben! 

Veranstaltungsort: UIZ Lindenhof

REFERENTIN: Anna Walentowitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Universität Bayreuth, LBV- Hochschulgruppe

Nur ein Stausee? Der Förmitzspeicher im Landkreis Hof – ein wichtiges Rastgewässer

Singschwäne auf dem Förmitzspeicheram Rand des Fichtelgebirges  (Foto:  Matthias Fanck)
Der Förmitzspeicher im Lkr. Hof (Foto: Matthias Fanck)

Dienstag, 13.04.2021, 19:30 Uhr

Referent: Matthias Fanck, Erbsbühl

 

Der 1978 fertiggestellte Förmitzspeicher liegt am Rande des Fichtelgebirges im Landkreis Hof. Sein wasserwirtschaftlicher Zweck ist die Erhöhung der Durchflussmenge der nahegelegenen Sächsischen Saale in Zeiten niedriger Wasserstände. Von Anfang an war der Speicher für ziehende und rastende Wasservögel attraktiv, was durch Aufzeichnungen gut dokumentiert ist. Bisher wurden 242 Vogelarten festgestellt. Der Speicher liegt an den Endpunkten zweier großräumiger landschaftlicher „Leitlinien“: Erzgebirge/Fichtelgebirge und Thüringer Schiefergebirge/Frankenwald. Die Funktion dieser Linien für ziehende Vögel wird betrachtet. Die bisherige Einschätzung wird der anhaltend hohen Bedeutung des Förmitzspeichers als Rastgewässer für Wasser- und Watvögel nicht gerecht. Der Vortrag versucht dem abzuhelfen.

 

 

Blühflächen, Insekten- und Vogelschutz im Stadtgrün

Referent Robert Pfeifer (LBV KG-Bayreuth & Leiter des Stadtgartenamtes Bayreuth)
Robert Pfeifer (LBV KG-Bayreuth)

Dienstag, 02.03.2021, 19:30 Uhr

Online als Zoom-Vortrag! 

Referent: Robert Pfeifer (LBV-Kreisgruppe Bayreuth, Dipl.-Ing. (FH), Leiter des Stadtgartenamtes Bayreuth)

 

Städtische Grünflächen bieten Chancen, artenreiche Lebensräume zu entwickeln. Der Vortrag wird auf die Möglichkeiten und Voraussetzungen eingehen, wie durch ein verändertes Mähregime sowie weitere Maßnahmen die Artenvielfalt in der Stadt gesteigert werden kann. Neben konkreten, erfolgreichen Beispielen wird aber auch auf die Zwänge durch andere Nutzungen und die Grenzen der Bedeutung von Stadtlandschaften für den Natur- und Artenschutz hingewiesen.

 

Ein Zoom-Link wird an Mitglieder per email verschickt oder kann bei wolfram.schulze@lbv.de angefordert werden.
Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Teilnehmer begrenzt!